Martina / Ostholstein / Fachliche Betreuung/ Palliativärztin 

1. Was bedeutet für mich buddhistische Seelsorge?
In der Seelsorge entwickelt sich für mich ein heilender Raum, in dem sich zwei Menschen auf Augenhöhe begeg-nen können. Durch wertfreie, ungeteilte Präsenz und Aufmerksamkeit des Seelsorgers kann das Gegenüber mit allem, was es ausmacht, „da sein“, über Sorgen und Nöte berichten und als Besonderheit der buddhistischen Seelsorge, können diese existenziellen Fragestellungen auf dem Hintergrund des Buddha Dharma gemeinsam be-trachtet und in einen Sinnzusammenhang gestellt werden. 
Aufgabe der Seelsorge ist es nicht, „Ratschläge“ zu erteilen oder Therapien durchzuführen - vielmehr einen wertfreien Betrachtungsraum für eine Problemstellung oder Notlage anzubieten.
Alleine die innere Distanzierung, die durch das Betrachten und gemeinsam Ankucken entsteht, führt sehr häufig schon zu einer deutlichen Entlastung. Darüber hinaus bedeutet Seelsorge für mich auch, gemeinsam mit der in Not geratenen Person, zu überlegen, welche konkreten weiteren Schritte hilfreich sein könnten - „Hilfe zur Selbsthilfe“.

2. Wie ich helfen kann
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Ärztin für Psycho-somatische Medizin und Palliativmedizin begleite und unterstütze ich Menschen in spirituellen/ existentiellen Sinn- und Lebenskrisen.
In der Palliativmedizin sind dies meist Menschen in der letzten Phase ihres Lebens, es geht um seelische und körperliche Beschwerden, existenzielle Sorgen, Symptom-linderung und Begleitung von PatientInnen sowie Zugehörigen auch über den Tod der zu betreuenden
Person hinaus.
Auch für Menschen, die eine seelsorgerische Begleitung vor dem buddhistischen Hintergrund wünschen, stehe ich als Absolventin des „Systematischen Studiums des
Buddhismus“ (Tibetisches Zentrum HH) zur Verfügung.
www.palliativmedizin-ostholstein.de

3. Wie kam ich zum Buddha-Dharma?
Aufgewachsen im protestantisch-christlichen Glauben war ich von klein auf eingebunden in ein auf Nächstenliebe und Gemeinschaftssinn ausgerichtetes Wertesystem. Diese grundlegenden Ideale und Wertmaßstäbe begleiten mich durch mein ganzes Leben. 
Seit meiner Jugendzeit faszinierten mich asiatische Kulturen und deren philosophischen Schulen. Über langjähriges Yogapraktizieren, Ausbildung  ayurvedischer Medizin, kam ich schließlich zum Buddha Dharma - insbesondere dem Mahayana Buddhismus. Auf der Suche nach einer „geistigen Heimat und Gemeinschaft“ fand ich diese nach langen Wegen im Tibet Zentrum  in Hamburg.

 

Foto: Martina Lanzendörfer@

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