Daniela Radke/ Bayern
Mitbegründerin und Geschäftsführerin
Seit 2012 studiere ich in der Gelugtradition. Zuhause fühle ich mich aber auch im Theravada und den anderen Schulen des Buddhismus.
Das Studium hat mein Leben verändert; nach 2 Berufen habe ich mich ganz der Lehre Buddhas, dem Sorgen und Dienen, gewidmet.
Mit Aus-und Weiterbildungen u.a. zur Meditationslehrerin, palliativ care Kraft, Führungskoordinatorin sowie Demenz-und Seniorenbetreuerin ist es mir nun möglich Liebe, Mitgefühl und die Wertschätzung für jeden Einzelnen zu leben. Eine achtsame und würdevolle Begleitung zu ermöglichen.
Auf dem Vesakhfest habe ich einen Vortrag zur buddhistischen Sterbebegleitung gehalten und eine erkrankte Praktizierende rief mich darufhin an: Daniela kannst Du Sterbebegleitung machen, ich bin Buddhistin.
In Zusammenarbeit mit Seelsorgern in Münchner Kliniken konnte eine vietnamesische Familie seel/fürsorgerisch durch Ordinierte begleitet werden.
Anrufe bekam ich aus anderen Bundesländern von Familienangehörigen deren Liebsten wohl Buddhisten waren, aber nicht wissen wohin sie sich wenden sollen.
Die Organisation dass im Krankheits/ Sterbefall ein Ordinierter kommen oder ein Ritual gemacht werden kann, ist wirklich nicht einfach, trotz vieler Zentren in Deutschland. In vielen Fällen habe ich es nicht geschafft. Es gibt einige buddhistische / buddhistisch inspirierte Hospize/ Vereine, aber wir müssen uns noch besser vernetzen.
Damit eine Fürsorge gelingen kann, egal ob man sich nur vom Buddhismus angezogen fühlt, eine spirituelle Begleitung sucht oder den Wunsch nach buddhistischen Ritualen hat, dafür möchte ich da sein.
Foto/Daniela Radke©


Ayya Nandatheri/ Bayern
Buddhistische Nonne in der Theravada Tradition
Ordiniert als Silashin/Sayalay 2020 in Yangon/Myanmar.
Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin, Pain Nurse (15 Jahre davon im akuten Schmerzdienst).
Da ich selbst chronisch krank bin und 45 Jahre Menschen betreut habe, die Krank sind, im Sterben liegen oder unter Schmerzen leiden, möchte ich meine Erfahrungen der neuen Gesellschaft zur Verfügung stellen. Buddhas Lehre und Meditation haben mir geholfen diese Arbeit eine so lange Zeit durchzuführen und mir persönlich geholfen mit Schmerz und Leid umzugehen. Dies möchte ich an alle selbst Betroffene sowie Helfer und Interessierte weiter geben.
Foto/Nandatheri©
Konen / bei Bonn
Jodo-Buddhismus/ Japan
Die Jodo-Buddhistische Gemeinschaft e.V.
Wir sind eine deutsch- und englischsprachige Praxisgruppe von Menschen, die sich zur buddhistischen Tradition der japanischen Jôdo Shû bekennen.
Bei uns liegt der Schwerpunkt auf der Praxis von Dharma, der buddhistischen Lehre, und ihrer Integration in unseren europäischen Alltag. Unsere Praxis ist sehr einfach und kann zu jedem Ort, an jeder Zeit, von jedem Menschen egal, ob mit oder ohne Ordination zur Nonne oder zum Mönch, ausgeübt werden. Man muss keine Vorkenntnisse haben, keine bestimmten Voraussetzungen erfüllen oder seine Lebensweise dafür ändern.
Die meisten unserer Übungen und Kurse sind kostenlos.
Die Jôdo Shû (浄土宗) wurde vor fast 850 Jahren in Japan gegründet und beruft sich auf den Mönch Hônen Shônin (1133-1212) . Die Jôdo Shû ist die älteste eigenständige „Schule des Reinen Landes“ in Japan und stellt die möglichst häufige und kontinuierliche Praxis des Nenbutsu, der Anrufung des Buddhas Amida (auch Amitabha oder Amitayus) mit den Worten "Namu Amida Butsu" - "Ich nehme Zuflucht zu Amida Buddha", in den Vordergrund ihrer Lehre.
Die Jôdo Buddhistische Gemeinschaft e.V. ist unser gemeinnütziger Verein, worin wir Aktivitäten und Wege teilen. Gegründet 2024, mit Sitz in Sankt Augustin bei Bonn.
www.jodobuddhismus.org
Foto/Frank Büttgen©


Praktizierende
Tibetische/ Theravada Tradition
Ich fühle mich sowohl im Theravada als auch in der tibetischen Tradition zuhause.
Bei Rime-Care engagiere ich mich, weil ich meine verbleibende Lebenszeit bewusst nutzen möchte, um anderen Menschen am Lebensende Mitgefühl, Präsenz und Unterstützung zu schenken.
Aus meiner eigenen palliativen Erfahrung heraus ist es mir ein tiefes Anliegen, Sinn zu stiften und etwas Hilfreiches für andere zu tun.
Foto/Daniela Radke©
Diana/ Bayern
Gelugtraditon und Mitgefühl
Ich folge der Gelug-Schule des Buddhismus und bin seit mehreren Jahren auf diesem Weg. Achtsamkeit, Mitgefühl und Herzenswärme sind tägliche Übungen.
Seit einem Jahr begleite ich Menschen auf ihrer letzten Reise als Hospizhelferin. All das vereint sich für mich in Rime-Care – und deshalb bin ich von Herzen gerne dabei.
Foto: Diana ©


Julia / Hamburg
Tibetische Tradition
Meditation, vorwiegend aus der indo- tibetischen Tradition (Mahayana-Buddhismus/ Gelug-Tradition), sowie auch Achtsamkeitspraxis nach Thich Nhat Hanh u.a.
Als ich 2007 während eines Kongresses in Hamburg, zum ersten Mal auf s.H. Dalai Lama, traf, war es wie ein tief empfundenes "Nach-Hause-Kommen". Nachdem ich 2010 zurück nach Hamburg gezogen war, entschied ich mich für das 3-jährige systematische Grundstudium sowie an- schließend das 9-jährige Vertiefungsstudium (Buddhistische Philosophie) im tibetischen Zentrum in Hamburg. (TZ HH) Auch die Meditationslehrerinnen-Ausbildung hat mir wertvolle Erfahrungen und viel Freude geschenkt.
Mein Leben hat sich nachhaltig verändert, weil mir die Geistesschulung hilft, das Leben tiefer zu verstehen und einen ruhigen Geist in unruhigen Zeiten zu bewahren.
Seit 2017 engagiere ich mich zusätzlich ehrenamtlich in der Sangha-Hilfe des TZ HH für Menschen, die sich in einer schwierigen Lebensphase befinden, z.B. weil sie jemanden zu Hause pflegen, jemanden verloren haben oder selbst eine Sterbebegleitung wünschen. Im buddhistischen wie auch interreligiösen Kontext.
Vor diesem Hintergrund würde ich gern meine positiven Erfahrungen bei Rime-Care einbringen.
Was wünscht sich jemand, der seelsorgeriscge Begleitung sucht? Nach meinen Erfahrungen sind es behutsame Zuwendung, Mitgefühl, Geduld und Zuversicht um mit einem offenen Herzen & freundlichen Geist für andere da zu sein. Erstmal zuhören, ohne zu bewerten. Dann kann schon etwas in Bewegung geraten. Auf diese Weise entsteht ein neuer Raum, in dem gegenseitige Wertschätzung, Vertrauen und Hoffnung wachsen können.
In entspannter Atmosphäre lässt es sich leichter gemeinsam neue Ideen ausloten...Es gibt immer einen Weg.
Foto/Julia Hegemeister©
Martina / Ostholstein
1. Was bedeutet für mich buddhistische Seelsorge?
In der Seelsorge entwickelt sich für mich ein heilender Raum, in dem sich zwei Menschen auf Augenhöhe begeg-nen können. Durch wertfreie, ungeteilte Präsenz und Aufmerksamkeit des Seelsorgers kann das Gegenüber mit allem, was es ausmacht, „da sein“, über Sorgen und Nöte berichten und als Besonderheit der buddhistischen Seelsorge, können diese existenziellen Fragestellungen auf dem Hintergrund des Buddha Dharma gemeinsam be-trachtet und in einen Sinnzusammenhang gestellt werden.
Aufgabe der Seelsorge ist es nicht, „Ratschläge“ zu erteilen oder Therapien durchzuführen - vielmehr einen wertfreien Betrachtungsraum für eine Problemstellung oder Notlage anzubieten.
Alleine die innere Distanzierung, die durch das Betrachten und gemeinsam Ankucken entsteht, führt sehr häufig schon zu einer deutlichen Entlastung. Darüber hinaus bedeutet Seelsorge für mich auch, gemeinsam mit der in Not geratenen Person, zu überlegen, welche konkreten weiteren Schritte hilfreich sein könnten - „Hilfe zur Selbsthilfe“.
2. Wie ich helfen kann
Im Rahmen meiner Tätigkeit als Ärztin für Psycho-somatische Medizin und Palliativmedizin begleite und unterstütze ich Menschen in spirituellen/ existentiellen Sinn- und Lebenskrisen.
In der Palliativmedizin sind dies meist Menschen in der letzten Phase ihres Lebens, es geht um seelische und körperliche Beschwerden, existenzielle Sorgen, Symptom-linderung und Begleitung von PatientInnen sowie Zugehörigen auch über den Tod der zu betreuenden
Person hinaus.
Auch für Menschen, die eine seelsorgerische Begleitung vor dem buddhistischen Hintergrund wünschen, stehe ich als Absolventin des „Systematischen Studiums des
Buddhismus“ (Tibetisches Zentrum HH) zur Verfügung.
www.palliativmedizin-ostholstein.de
3. Wie kam ich zum Buddha-Dharma?
Aufgewachsen im protestantisch-christlichen Glauben war ich von klein auf eingebunden in ein auf Nächstenliebe und Gemeinschaftssinn ausgerichtetes Wertesystem. Diese grundlegenden Ideale und Wertmaßstäbe begleiten mich durch mein ganzes Leben.
Seit meiner Jugendzeit faszinierten mich asiatische Kulturen und deren philosophischen Schulen. Über langjähriges Yogapraktizieren, Ausbildung ayurvedischer Medizin, kam ich schließlich zum Buddha Dharma - insbesondere dem Mahayana Buddhismus. Auf der Suche nach einer „geistigen Heimat und Gemeinschaft“ fand ich diese nach langen Wegen im Tibet Zentrum in Hamburg.


