Unsere Motivation und Grundlage: Buddhas Worte
" kümmert und sorgt Euch umeinander"..
Eine Begebenheit aus dem Leben Buddhas, in dem er die Mönche auffordert sich gegenseitig zu pflegen, wurde im Palikanon niedergeschrieben.
In dieser Erzählung geht es eben darum, dass ein Mönch erkrankt war und in seinen eigenen Ausscheidungen eingetaucht war, wie es heißt. Als Buddha davon erfuhr fragte er den Mönch, warum er nicht von den anderen Mönchen der Gemeinschaft gepflegt würde. Dieser antwortete daraufhin, er wird deshalb nicht gepflegt, weil auch er sich nicht um die anderen gekümmert hatte als diese krank waren.
Sodann hatte sich Buddha und sein Schüler Ananda um diesen Mönch gekümmert und im Anschluss die Gemeinschaft der Mönche zusammen gerufen mit den Worten:
"Nicht habt ihr, Mönche, Mutter und Vater, die euch pflegen würden. Wenn ihr, ihr Mönche, euch nicht gegenseitig pflegt, wer sonst sollte euch pflegen? So, wie man mich pflegen würde, so soll man Kranke pflegen."
(Quelle: https://www.palikanon.com/vinaya/mahavagga/mv08_16-32.htm)
Außerdem nannte der Buddha auch die Eigenschaften, die ein Krankenpfleger haben sollte. Das sind unter anderem auch, für den erkrankten ein Lehrgespräch bereit zu haben, dieses zu verstehen und die rechte Motivation an den Tag zu legen. Aber eben auch zu wissen, was in einer solchen Situation für die Praxis angemessen ist und was nicht.
Diese Situation verdeutlicht den Aspekt des um sich umeinander Kümmerns, des Erinnerns an die eigene Praxis auch bei Krankheit und im Sterbeprozess. Aber auch um die Kernlehre eines Buddhisten: Mitgefühl im Alltag zu leben und zu entwickeln. Sich auf den Weg zu machen um zu helfen. Gleichzeitig ermahnte uns Buddha auch, jede Religion als wertvoll zu sehen und zu respektieren.
Und wie sieht es heute mit der gegenseitigen Fürsorge aus? Wer kommt in das Krankenhaus wenn jemand krank ist und wer wird erkennen, dass hier ein buddhistisch praktizierender Mensch in dem Bett liegt? Möglicherweise hat man noch selbst eine Buddhafigur eingepackt oder die Angehörigen wissen zumindest von unserem Glauben. Aber wer wird Dich an die Praxis erinnern, wer die Rituale durchführen?
Diese Fragen betreffen aber genauso auch den häuslichen Bereich, wenn wir erkrankt zu Hause im Bett liegen oder Sorgen haben. Viele Menschen die Buddhas Weg folgen sind nicht unbedingt an ein Zentrum angegliedert, praktizieren eher im Stillen daheim und wissen nicht wohin sich sich in ihrer Not wenden können, wenn sie krank sind. Manchmal sind es auch die verzweifelten Angehörigen, die nach Unterstützung im buddhistischen Sinne suchen.
Mit unserer gemeinnützigen Organisation möchten wir da sein, uns umeinander kümmern. Die Worte Buddhas, dass wir uns umeinander sorgen sollen, umsetzen, das Mitgefühl im Alltag leben. Achtsam und mit Liebe, Metta im herzen und im Handeln.
Dazu sollen Ehrenamtliche vielfältig geschult werden, damit sie in Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und im häuslichen Umfeld die erkrankten und palliativen Menschen begleiten können. Die Grundlage dazu bildet auch die Vermittlung der Lehre, auch mithilfe von Ordinierten und westlichen Lehrern.
Unser Ziel ist es, uns Deutschlandweit zu vernetzen und in jeder Stadt, jeder Gemeinde, jedem Dorf unterstützen zu können. Und das unabhängig der Schulrichtung, jede buddhistische Tradition ist gleichwertig und dass ist ein besonderes Anliegen von uns, eben wie das tibetische Wort „Rime“ = nicht sektiererisch schon sagt. Der Begriff wird von uns aber weiter gedacht und schließt alle traditionellen, nicht sektiererischen buddhistischen Schulen ein.
